Für Android

handy.computer Android Alternative

handy.computer läuft auf deinem Rechner. LocalType macht dasselbe auf deinem Handy: eine Tastatur mit Mikrofontaste, bei der die Spracherkennung auf dem Gerät selbst läuft. Deine Stimme geht nirgendwohin.

Alternativen

Die kurze Antwort

handy.computer ist ein Programm für den Rechner. Es läuft auf macOS, Windows und Linux.

Wenn du dasselbe auf Android willst, ist LocalType die Antwort. Es ist eine Tastatur mit einer Mikrofontaste. Du sprichst, dein Handy macht daraus Text, und dein Ton muss dafür nicht an einen Transkriptionsdienst geschickt werden. Kein Konto, keine Cloud, nichts, was hochgeladen wird.

LocalType ist ein eigenständiges Produkt und steht in keiner Verbindung zu handy.computer oder den Leuten dahinter. Wir erwähnen das Programm, weil es auf dem Rechner dem am nächsten kommt, was LocalType auf dem Handy macht, und weil wer das eine nutzt, meistens auch das andere will.

Was handy.computer macht, kurz gesagt

Das Programm ist kostenlos und quelloffen. Du hältst eine Tastenkombination gedrückt, sprichst, und der Text landet in dem Feld, in dem du sowieso warst. Es lässt Whisper-Modelle lokal laufen, mit Hilfe der Grafikkarte, wo die Hardware das hergibt, daneben eine leichtere Variante, die von selbst hört, welche Sprache du sprichst. Hochgeladen wird nichts, und finanziert wird es über Spenden statt über ein Abo.

Genau daran hängen die Leute, und das hat nichts mit der Oberfläche zu tun. Wenn du erst einmal eine Weile ohne Konto, ohne Upload und ohne Warten auf einen Server diktiert hast, fühlt sich Spracheingabe über die Cloud auf dem Handy wie ein Rückschritt an.

LocalType ist diese Idee, gebaut für Android

Gleiches Prinzip, anderes Gerät. Das Sprachmodell liegt auf deinem Handy und erledigt die Arbeit dort. Spracheingabe hängt also weder an einer Verbindung noch daran, dass deine Stimme irgendwo hingeschickt wird.

Die Form ist eine andere, weil Android anders ist. Auf dem Rechner ist eine Tastenkombination der naheliegende Weg, weil sich jedes Fenster unterbrechen lässt. Auf Android ist dagegen die Tastatur austauschbar, und jede App, die Text annimmt, öffnet sie. Also gehört das Mikrofon auf die Tastatur, direkt neben die Tasten, auf denen du ohnehin tippst.

Damit fällt genau der lästige Teil weg. Keine eigene App zum Öffnen, kein Diktierfenster, nichts zum Kopieren und Zurückkleben. Du tippst, du tippst aufs Mikrofon, du sprichst, und du tippst weiter. Das funktioniert in Nachrichten, E-Mails, Notizen, im Browser und in Formularen, weil es überall funktioniert, wo eine Tastatur aufgeht.

Die beiden nebeneinander

handy.computer LocalType
Läuft auf macOS, Windows, Linux Android 8.0 und neuer
Form Programm mit Tastenkürzel Tastatur mit Mikrofontaste
Wo die Erkennung läuft Auf deinem Rechner Auf deinem Handy
Konto nötig Nein Nein
Ohne Verbindung nutzbar Ja Ja, sobald ein Modell geladen ist
Preis Kostenlos, über Spenden Kostenlos testen, danach kostenpflichtig
Quellcode Quelloffen Nicht quelloffen

Was auf deinem Handy läuft

Ein Sprachmodell ist eine Datei. Eine ziemlich große, darauf trainiert, Sprache zu erkennen, die die App auf deinem Gerät lädt und ausführt. Bei Spracheingabe über die Cloud liegt diese Datei auf einem Server, den du nie zu sehen bekommst, und deshalb denkst du nie darüber nach. Lokal heißt: Sie liegt auf deinem Handy und kostet Speicherplatz und Arbeitsspeicher, solange sie arbeitet.

LocalType hat drei davon, und du entscheidest:

  • Kompakt, 60 MB. Am schnellsten, für ältere Handys oder Geräte mit wenig freiem Arbeitsspeicher.
  • Standard, 190 MB. Was LocalType von sich aus vorschlägt, und was auf den meisten Handys gut läuft.
  • Groß, 539 MB. Am genauesten, für Handys mit Luft nach oben, wenn du lieber einen Moment wartest, als hinterher ein Wort zu korrigieren.

Auf dem Testgerät, einem Handy mit 4 GB Arbeitsspeicher, machte Standard aus 6,9 Sekunden Sprache in 4,1 Sekunden Text. Groß braucht ungefähr doppelt so lange, wie du geredet hast. Auf deinem Handy sieht das anders aus.

Ein Handy hat weniger Arbeitsspeicher und weniger Kühlung als ein Laptop, also sind die Modelle, die daraufpassen, kleiner als die größten, die ein Rechner stemmt. Rechne mit gutem Text, nicht mit demselben Text wie am Rechner. LocalType hält immer nur ein Modell auf dem Gerät, und ein neues ersetzt das alte, Wechseln kostet dich also keinen zusätzlichen Speicher.

Was "auf dem Gerät" hier heißt

  • Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Android-Handy.
  • Die App fragt aus einem einzigen Grund nach Internet: um das Sprachmodell zu laden, das du aussuchst. Danach braucht die Spracheingabe keine Verbindung mehr. Wir erklären diese Berechtigung lieber, als dich raten zu lassen.
  • Es gibt nichts zum Anmelden, nichts zum Einloggen und kein Profil.
  • In LocalType ist keine Werbung.
  • Im Produkt findet kein Tracking statt.
  • Die App-Daten bleiben bewusst außerhalb des Cloud-Backups von Android.
  • Das Sprachmodell liegt im eigenen, abgeschotteten Speicher der App.
  • LocalType führt kein Archiv deiner Aufnahmen. Der Ton wird zu Text und danach nicht aufbewahrt.
  • In Passwortfeldern ist die Spracheingabe automatisch aus, damit du kein Passwort aus Versehen diktierst.
  • Wörter, die du selbst hinzufügst, Namen und Fachbegriffe, bleiben auf dem Gerät und werden dem Modell auf deinem Handy als Kontext mitgegeben.

Es gibt keinen Privatmodus zum Einschalten. Lokale Spracherkennung ist keine Einstellung, sondern die Arbeitsweise der App, und es gibt keinen Cloud-Modus, auf den sie ausweichen könnte.

Offline ist die Folge, kein Modus

Weil die Rechenarbeit auf dem Handy passiert, funktioniert die Spracheingabe weiter, wenn die Verbindung aus ist. Im Flugzeug, in der U-Bahn, im Ausland ohne Roaming, im Keller, oder überall dort, wo der Empfang kommt und geht. Spracheingabe über die Cloud scheitert in solchen Momenten leise: Sie wartet, läuft ab, oder verliert, was du gesagt hast. Lokal gibt es diesen Fehler nicht. Der einzige Schritt, der eine Verbindung braucht, ist das erste Laden eines Sprachmodells.

Achtzehn Sprachen, ohne vorher umzuschalten

LocalType macht aus achtzehn Sprachen Text, mit einem einzigen mehrsprachigen Modell statt einem eigenen Download pro Sprache. Es hört pro Aufnahme selbst heraus, welche der unterstützten Sprachen du gerade sprichst, und folgt dir damit, wenn du zwischen Nachrichten die Sprache wechselst.

Die Genauigkeit ist nicht in jeder Sprache gleich. Sprachmodelle sind je nach Sprache auf unterschiedlich viel Material trainiert, und weit verbreitete Sprachen kommen meistens am besten weg.

Und sonst ist es einfach eine Tastatur

Du kannst LocalType den ganzen Tag benutzen, ohne das Mikrofon je anzurühren. Autokorrektur und Wortvorschläge, ein Wörterbuch pro Sprache, QWERTZ, QWERTY und AZERTY dort, wo das der Landesstandard ist, deine eigenen Wörter dazu, und der komplette Emoji-Satz. Das alles läuft mit ausgeschalteter Verbindung, genau wie die Spracheingabe.

Wenn du am Laptop sitzt: handy.computer ist kostenlos und quelloffen, und diese Seite ist kein Argument dagegen. Nutze es dort ruhig weiter.

LocalType ist nach einer kostenlosen Testphase kostenpflichtig und nicht quelloffen. Dafür bekommst du Spracheingabe auf dem Gerät, das du wirklich dabei hast, nach demselben Prinzip: Erkannt wird da, wo du bist, nicht auf einem Server von jemand anderem.

Der Unterschied ist also weniger eine Frage der Qualität als des Ortes, an dem du arbeitest. Am Schreibtisch passt die Desktop-App. Unterwegs, in Nachrichten, Formularen und Notizen, sitzt LocalType dort, wo Android Texteingabe ohnehin erwartet: in der Tastatur. Du musst keinen Arbeitsablauf vom Rechner auf das Handy nachbauen.

LocalType für Android

Sprache zu Text, privat auf deinem eigenen Handy. Die Spracherkennung läuft auf dem Gerät selbst.

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